Süßes ohne Zucker
Großes Potenzial für Zuckerersatzstoff Stevia
Köln, 03. Februar 2012. Der pflanzliche Stoff Stevia ist nur etwa jedem dritten Bundesbürger bekannt. Die Mehrheit der Befragten kennt den pflanzlichen Stoff, der die bis zu 300fache Süßkraft von normalem Zucker hat und auch für Diabetiker geeignet ist, bislang nicht. Dennoch kann sich etwa jeder Zweite vorstellen, Süßwaren zu kaufen, die Stevia statt Zucker enthalten. Auf der ISM in Köln, der weltweit größten Süßwarenmesse, war der Stoff ein vielbeachtetes Thema. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse einer Befragung des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Hierfür wurden 1037 Bundesbürger im Januar 2012 repräsentativ befragt.
Demnach kennen 36 Prozent aller Bundesbürger Stevia bereits, besonders häufig die Frauen (41%). Die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) ist jedoch ahnungslos. Auch die Mehrheit der besonders häufig Süßwaren konsumierenden Nasch-Affinen zeigt sich mehrheitlich uninformiert (53%). Dennoch würden 47 Prozent aller Befragten und auch 46 Prozent der Naschkatzen Stevia-Süßwaren kaufen. Lediglich 17 Prozent zeigen sich diesbezüglich ablehnend.
Bei Süßwaren achten die Deutschen seltener auf Inhaltsstoffe
Gerade bei Süßwaren nehmen es die Deutschen mit der Sichtung von Zutaten und Nährwerte bei Weitem nicht so genau wie bei anderen Lebensmitteln. Während 38 Prozent beispielsweise bei Fleisch- und Wurstwaren "immer" auf die entsprechenden Angaben (jeweils 38%) achten, sind es bei Süßwaren lediglich 23 Prozent. Dabei verspeisen 79 Prozent aller Befragten wöchentlich Süßwaren, 23 Prozent sogar täglich. Als liebste Süßigkeit benennen die Befragten am häufigsten die Tafelschokolade (26%), gefolgt von salzigen Knabbereien (15%) und Pralinen (11%).
Neuigkeiten im Süßwarenregal mehrheitlich begehrt
Auch für Stevia-Produkte könnte die Neugier der Deutschen auf Dauer von Vorteil sein. Denn 58 Prozent alle Befragten probieren gerne Süßwaren, die sie bislang nicht kannten.
"Großes Potential verspricht der durch Stevia ermöglichte zuckerfreie und kalorienreduzierte Genuß von Süßwaren", erläutert Stephanus Tekle, Leiter Consumer-Forschung. Dieser könnte sich bei entsprechenden Produkten als zentrales Verkaufsargument etablieren, da ein möglichst geringer Zuckergehalt (53%) neben Geschmack (96%) und Preis (72%) die größte Rolle beim Süßwareneinkauf spielt. "Die vergleichsweise hohe Offenheit gegenüber dem bislang noch wenig bekannten Zuckerersatzstoff bietet enorme Chancen in der Kundenansprache."
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Über YouGov:
YouGov ist ein börsennotiertes Institut für Markt- und Organisationsforschung mit Hauptsitz in London und Standorten in Deutschland, Frankreich, Skandinavien, den USA und dem Nahen Osten. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen ist einer der Pioniere im Einsatz von Online-Erhebungen zur Bereitstellung hochwertiger Daten in der Markt- und Sozialforschung und gehört hier zu den weltweit führenden Anbietern.
YouGov verfügt über Panels mit weltweit über 2,5 Millionen Mitgliedern und beschäftigt in Deutschland ca. 130 branchenspezialisierte Forscher und Berater. Über die Online-Forschung hinaus bietet YouGov auch individualisierte Forschungslösungen für Kunden aus verschiedensten Branchen.
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Pressekontakt:
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Simon Wolf
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DAS MINDESTHALTBARKEITSDATUM IST KEIN VERFALLSDATUM!
Bundesverbraucherministerium informiert über die Haltbarkeit von Lebensmitteln
Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum eines Lebensmittels abgelaufen, bedeutet dies nicht, dass man dieses Lebensmittel nicht mehr essen kann. Im Gegenteil: Häufig sind Lebensmittel auch noch viele Tage nach Ablauf des MHD völlig einwandfrei und unbedenklich zu genießen. Auch weil immer noch viele Verbraucher das Mindesthaltbarkeitsdatum mit einem Verfallsdatum verwechseln, landen Jahr für Jahr erhebliche Mengen wertvoller, oft ungeöffneter Lebensmittel auf dem Müll - obwohl sie noch genießbar wären. "Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, die Information der Verbraucherinnen und Verbraucher über Lebensmittel zu verbessern. Ein wichtiges Anliegen ist es, die Missverständnisse über das Mindesthaltbarkeitsdatum zu beseitigen", sagt Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. "Lebensmittel sind kostbar - wir können es uns nicht leisten, dass jährlich viele Millionen Tonnen auf dem Müll landen. Wer bewusst mit Lebensmitteln umgeht, leistet einen Beitrag zum Schutz des Klimas und der Umwelt - und spart obendrein noch bares Geld."
Interessante Informationen für Verbraucher zum Mindesthaltbarkeitsdatum liefern nun eine Servicekarte des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie das Video "Teller oder Tonne?", das ab sofort auf der Internetseite des Ministeriums unter http://www.bmelv.de/video_mhd abrufbar ist.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, bis zu welchem Tag, Monat oder Jahr das ungeöffnete und richtig gelagerte Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch, Farbe, Konsistenz und Nährwert behält. Es ist eine Information des Herstellers und bedeutet nicht, dass das Produkt danach verfallen ist und nicht mehr verzehrt werden kann. Normalerweise schmecken die Produkte bei richtiger Lagerung auch noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums gut und sind keine Gefahr für die Gesundheit. Hier sind Verbraucher gefragt, die Produkte mit allen Sinnen zu prüfen: sehen, riechen, fühlen, schmecken. Solange das Produkt nicht auffällig ist, kann es in der Regel noch gegessen werden.
Anders verhält es sich beim Verbrauchsdatum: Das Verbrauchsdatum muss auf Lebensmitteln angegeben werden, die durch Keime sehr leicht verderben und dann gesundheitsschädlich sein können, z.B. Hackfleisch und Räucherlachs. Nach Ablauf des Verbrauchsdatums dürfen solche Produkte nicht mehr verkauft werden und Verbraucher sollten sie auch nicht mehr essen.
Informationsvideo und Servicekarte im Internet auf www.bmelv.de
Quelle: Gourmet Report
KENNZEICHNUNGSMäNGEL BEI HERKUNFT VON OBST UND GEMüSE
Ob schadstoffbelastete Paprika aus Spanien oder weit gereiste Kiwis aus Neuseeland - Verbraucher, die solche Produkte von vorneherein meiden wollen, haben häufig das Nachsehen. Beim Kauf von Obst und Gemüse wird die Kundschaft oft nicht korrekt über die Herkunft informiert: Acht von zehn Händlern verstoßen gegen die vorgeschriebene Kennzeichnung des Ursprungslandes - so das Ergebnis einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW. Entweder fehlt die vorgeschriebene Herkunftskennzeichnung komplett, oder die Angabe auf dem Hinweisschild an der Ware stiftet Verwirrung. "Verbraucher haben jedoch ein Recht auf eine exakte Angabe der Herkunft. Nur so können sie eine für sie richtige Kaufentscheidung treffen", rügt Klaus Müller, Verbraucherzentrale NRW, die nachlässige Praxis des Handels.
88 Obst- und Gemüsestände in vier nordrheinwestfälischen Städten - auf Wochen- und in Supermärkten, bei Discountern und Einzelhändlern sowie in Bio-Läden - hatten die Verbraucherschützer Ende letzten Jahres hinsichtlich der Herkunftsangabe an und auf der frischen Ware im Visier. Fünf Mängel pro Händler stießen ihnen im Schnitt bei ihrem Check ins Auge. Am häufigsten - nämlich bei 284 Obst- und Gemüseangeboten - war keine Herkunftskennzeichnung - weder auf einem Schild noch auf der Ware - zu finden. In 62 Fällen ließ sich die Abstammung von Äpfeln, Birnen und Co. nicht feststellen, da auf dem Hinweisschild ein anderes Ursprungsland als auf der Ware angegeben war. Kopfzerbrechen bereitete den Testern aber auch, wenn auf einem Hinweisschild gleich mehrere Export-Länder prangten (26-mal), Länderkennzeichnungen in fremder Sprache (15-mal) oder mit unbekannten Abkürzungen (4-mal) versehen waren. "Verbraucher dürfen mit Blick auf das muntere Herkunfts- und Kennzeichnungs-Allerlei jedoch während ihres Einkaufs nicht Rätselraten. Bei Obst- und Gemüsesorten ist die Herkunftsangabe - bis auf einige Ausnahmen - vorgeschrieben. Die Händler sollten deshalb ihr Personal besser schulen und für eine einwandfreie Präsentation ihres Sortiments sorgen", fordert NRW-Verbraucherzentralen-Chef Müller Händler auf, stärker die gesetzlichen Vorgaben zu beachten.
Zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und zu anderen Verstößen gegen geltendes Lebensmittelrecht gibt’s weitere Informationen im Internet unter www.vz-nrw.de/etikettenschwindel
Ampelkennzeichnung endgültig vom Tisch
EU-Parlament entscheidet über einheitliche Lebensmittelkennzeichnung
Aachen (fet) - Nach jahrelangem Tauziehen um eine Nährwertkennzeichnung nach dem Ampelfarbenprinzip sprachen sich die Abgeordneten des EU-Parlaments jetzt klar dagegen aus. Stattdessen tragen Lebensmittel künftig einheitliche Informationen zu Energie- und Nährstoffmengen.
559 Ja-Stimmen, 54 Nein-Stimmen und 32 Enthaltungen - mit dieser deutlichen Mehrheit nahmen die EU-Abgeordneten nun den Gesetzesentwurf über eine europaweit einheitliche Nährwertkennzeichnung an. Lebensmittelhersteller sind damit zukünftig verpflichtet, Angaben zum Energie-, Fett-, Zucker- und Salzgehalt sowie zum Gehalt an gesättigten Fettsäuren deutlich sichtbar im "Hauptblickfeld der Verpackung" anzugeben. ähnliches soll auch für den Protein-, Kohlenhydrat- und Transfettsäuregehalt gelten. Um ein Schönrechnen der Nährwerte durch Bezug auf unrealistisch kleine Portionsgrößen zu vermeiden, sind die Angaben einheitlich auf 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter des Produkts zu beziehen. Zudem sollen nach Forderung der Abgeordneten festgelegte Kriterien zu Schriftgröße und stärkeren Farbkontrasten der häufigen Kritik von Verbraucherschützern Rechnung tragen, die immer wieder die schlechte Lesbarkeit von Produktangaben bemängelten.
Eine farbliche Bewertung der Nährwertangaben lehnten die Abgeordneten hingegen mit einer großen Mehrheit ab. Die als Lebensmittelampel bekannt gewordene Kennzeichnungsform sah vor, die als kritisch geltenden Inhaltsstoffe Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren und Salz zusätzlich nach dem Ampelprinzip einzuteilen. Niedrige Gehalte wären nach dieser grün, mittlere Gehalte gelb und hohe Gehalte rot hinterlegt worden. Eine derartige Einteilung in gute und böse Lebensmittel, ging den Abgeordneten jedoch zu weit, so dass Verbraucher zukünftig selbst entscheiden können, ob ein Lebensmittel für ihre Bedürfnisse geeignet oder ungeeignet ist. Inwiefern beispielsweise eine Cola light mangels Zucker, Fett und Salz durch vier grüne Punkte die Bewertung gesund verdient hätte, bliebe ohnehin fraglich.
Ausgenommen von dieser Kennzeichnungspflicht bleiben auch weiterhin Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse oder Pflanzenöle sowie nicht-vorverpackte Lebensmittel wie die Brötchen beim Bäcker und die Wurst vom Metzger. Auch kleine Familienunternehmen oder Landwirte mit handwerklich selbst produzierten Waren sind von der Regelung ausgeschlossen.
Wann das neue Gesetz in Kraft tritt ist momentan noch unklar, da eine Einigung mit dem Ministerrat der Europäischen Union noch aussteht. Nach erfolgreicher Verabschiedung bleiben den Lebensmittelunternehmen noch drei Jahre beziehungsweise kleinen Unternehmen noch fünf Jahre für die Umsetzung der Vorschriften.
Redaktion: Christine Langer
MEHR KLARHEIT BEI DER LEBENSMITTEL-KENNZEICHNUNG
Abstimmung über Lebensmittel-Kennzeichnung im EU Parlament
Leicht auffindbar, klar und verständlich soll die Lebensmittel-Kennzeichnung sein, verlangt die AK. "Verbraucher werden gerade bei Lebensmittel-Informationen allzu oft am Schmäh gehalten", kritisiert AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Die EU Verbraucherinformations-Verordnung regelt die Lebensmittel-Kennzeichnung neu. Heute, Mittwoch, 16. Juni, stimmt das EU Parlament in erster Lesung darüber ab. "Gut, dass endlich einheitliche Regeln bei der Etikett-Mindestschriftgröße kommen und dass die Nährwertkennzeichnung verpflichtend wird. Von den EU-Parlamentariern verlangen wir, dass sie sich für eine konsumentenfreundliche Nährwertkennzeichnung in Form einer farblichen Ernährungsampel einsetzen", sagt Schöffl. Außerdem sollten Herkunftsland und bei offen verkaufter Ware zusätzlich auch alle Zutaten angegeben werden.
"Positiv ist, dass trotz Einwand der Lebensmittelwirtschaft alle derzeit vorgeschriebenen Kennzeichnungselemente bleiben, da sie für die Information der Konsumenten unerlässlich sind", betont Schöffl. Auch dass Mindestschriftgrößen vorgesehen werden, für die sich die AK eingesetzt hat, wird die Lesbarkeit der Kennzeichnung verbessern.
"Wir wollen für die Konsumenten aber auch eine einfache, verlässliche und verständliche Art der Nährwertkennzeichnung. Das sollte in Form einer Ampelkennzeichnung sein, insbesondere für Produkte, bei denen der Konsument den Zucker- oder Fettgehalt nicht so leicht erkennt, also etwa bei Fertiggerichten, Snacks, Sandwiches, zuckerhältigen Erfrischungsgetränken", sagt Schöffl. Die Ernährungsampel informiert in Farbe über Fett, gesättigte Fette, Zucker und Salz - rot heißt viel, gelb moderat und grün wenig. Die Ampel sollte auf der Vorderseite des Produkts sein. "Der Konsument soll auf einen Blick sehen können, ob das Produkt ein Fit- oder ein Schlappmacher ist", so Schöffl. "Jetzt wären die EU-Parlamentarier am Zug, die so einen Vorschlag beschließen sollen", verlangt Schöffl.
Kritisch sieht die AK am EU-Entwurf, dass es noch keine zwingende Kennzeichnung der Herkunft gibt. "Das ist konsumentenunfreundlich. Konsumenten ist es für ihre Kaufentscheidung wichtig, woher das Produkt und seine wesentlichen Bestandteile sind. Das belegen auch unsere Tests", sagt Schöffl, "wir erwarten uns hier, dass uns hier die Parlamentarier klar unterstützen."
Bei der Kennzeichnung offen abgegebener Produkte beanstandet die AK, dass nur allergieauslösende Zutaten und der Zusatzstoff Schwefeldioxid zwingend angegeben wird. Die AK verlangt, dass bei offen verkauften Waren über die Zutaten informiert werden muss.
KüCHEN-MUSEUM, HANNOVER
Das Küchen-Museum hat vor wenigen Tagen seine Türen geöffnet und wird die Geschichte der Küche und die verschiedenen Kulturen mit über 10.000 Exponaten, einschließlich einer wachsenden Kochbuchbibliothek, anschaulich präsentieren.
"In unserer Schul- und Lehrküche finden regelmäßig Kochkurse für "Jung und Alt" statt oder die Räumlichkeiten sind für private Events buchbar", so Andrea Kretschmer, 2. Vorsitzende des WOK-World of Kitchen Museum e.V., im Gourmet Report Gespräch.
Das WOK-Museum ist zentral hinter dem Hauptbahnhof in der Landeshauptstadt Hannover gelegen. Anfahrt für Auto und Bus über die A2.
Quelle: http://www.gourmet-report.de/artikel/335567/Kuechen-Museum-Hannover.html
TEST SPEZIAL ERNÄHRUNG
Vom guten Gewissen bis zu den Angstmachern
Sich vernünftig und umweltbewusst zu ernähren ist eigentlich ganz einfach - wenn man weiß wie. Ein neues Spezial-Heft der Stiftung Warentest hilft, sich entsprechendes Grundwissen anzueignen, gesunde von gefährlichen Nahrungsmitteln zu unterscheiden und herauszufinden, ob die eigene Ernährungsweise dem Klima schadet. Angereichert werden die Kapitel mit zwölf Lebensmittel-Tests, die gut zum Sommer passen, etwa von Saft oder Vanilleeis. So schreibt sich der Einkaufszettel schneller, und auch der Wunsch nach gesunder, figurfreundlicher Ernährung kann damit erfüllt werden.
Mit dem Kapitel "Das gute Gewissen" setzt die test-Redaktion auf einen unübersehbaren Trend. Immer mehr Menschen wollen essen und trinken, ohne Natur und Umwelt zu schaden. Doch durch den Siegel-Dschungel blickt kaum einer durch. In den Artikeln über fair gehandelte Produkte, über den Zusammenhang von Klima und Ernährung und über bedrohte Fischarten bekommt der Leser alle nötigen Informationen, damit ihm die Auswahl in Supermarkt oder Bioladen oder auf dem Markt leichter fällt.
Bunte Geschichten machen mit vielen nützlichen Tipps und Ideen zum Beispiel Lust aufs Grillen oder darauf, einmal ein neues Ernährungskonzept auszuprobieren. Alle, die fürchten, in ihrem Essen stecken schädliche Inhaltsstoffe, lernen im Kapitel "Die Angstmacher" Wissenswertes über Keime, Acrylamid, Molekularküche, Pestizide und Zusatzstoffe, und sie bekommen neue Informationen von der Pestizidfront. Schließlich erhalten sie Durchblick in Sachen Mogelpackungen und Lebensmittelkennzeichnung sowie bezüglich des Mindesthaltbarkeitsdatums.
Das test Spezial Ernährung hat 128 Seiten und ist im Zeitschriftenhandel erhältlich und unter www.test.de/shop
Quelle: http://www.gourmet-report.de/artikel/335555/test-Spezial-Ernaehrung.html
Presseerklärung
Zur mündlichen Verhandlung des Gentechnikgesetzes vor dem Bundesverfassungsgericht am 23.06.10
Kippt Karlsruhe das Gentechnikgesetz?
Verbände fordern einen schärferen Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft
Berlin, den 16.06.10. „Diejenigen, die die Gentechnik nutzen, müssen endlich für deren Risiken und Folgekosten gerade stehen. Nach wie vor fehlt in entscheidenden Bereichen die Verursacherhaftung.
Damit werden diejenigen, die auf gentechnikfreie Lebensmittel setzen, massiv benachteiligt“, so Vertreter des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund (DBIB), des ökologischen Imkervereins Mellifera und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).
2005 hat Sachsen-Anhalt die Klage gegen das Gentechnikgesetz eingebracht. Es sieht die Berufsfreiheit und den Eigentumsschutz der Gentechnikanwender vor allem durch die Haftungsregelungen und die Regelungen zum Standortregister gefährdet. Das Land vertritt die Auffassung, dass das Gesetz nicht vor wirtschaftlichen Nachteilen durch den Gentechnikanbau schützen
müsse. Gentechnikfrei wirtschaftende Bauern sollen deshalb, so die Landesregierung, Einträge von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in ihre Produkte weitgehend hinnehmen müssen.
Bereits das geltende Recht weist elementare Lücken auf. So wurden Interessen der Imker im Gentechnikgesetz nicht berücksichtigt. Wenn gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, sollen sie - nach aktueller Rechtsprechung - ausweichen, um bestimmte Einträge zu vermeiden.
Die Berufsfreiheit der Imker und die Wahlfreiheit der Verbraucher werden damit massiv eingeschränkt.
Angegriffen wird von Sachsen-Anhalt auch das Standortregister, das Flächen mit gentechnisch veränderten Pflanzen ausweist. Der Europäische Gerichtshof hat bereits 2009 einer Einschränkung der Angaben im Standortregister widersprochen. Die Veröffentlichung der Flächen dient vor allem der Information, wo gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden sollen, damit sich betroffene Nachbarn aktiv vor Kontaminationen schützen können. Auch um Verunreinigungen in der Lebensmittelkette rückverfolgen zu können, ist das Register unabdingbar.
Für die Lebensmittelwirtschaft ist die Gentechnik vor allem mit Kosten für Qualitätssicherungsmaßnahmen verbunden. So müssen regelmäßig Analysen vorgenommen werden, die bspw. gentechnikfreie Maisprodukte wegen mangelnder Verursacherhaftung um etwa 10 % verteuern. Wir stellen fest: Das Gentechnikgesetz führt nicht zu einer unverhältnismäßigen Belastung der Gentechnik-Verwender. Im Gegenteil: Einseitig belastet werden gentechnikfrei wirtschaftende Bauern, Gärtner, Saatguterzeuger und Imker. Ihnen allein wird der übergroße Teil der Folgekosten und Risiken der Agro-Gentechnik aufgebürdet. Diese Umkehr des Verursacherprinzips muss
vom Gesetzgeber endlich beendet werden. Bislang müssen Gentechniklandwirte nur für bestimmte Schäden, nämlich ab einer Kontamination über 0,9%, haften. Ob für Schäden unterhalb von 0,9% gehaftet wird, lässt das Gentechnikgesetz offen. Die Landesregierung Sachsen-Anhalt möchte die Haftungsbestimmungen im Gentechnikgesetz noch weiter aufweichen, um die Gentechnikanwender von den entstehenden Schadens- und Haftungsverpflichtungen weitgehend frei zu stellen. Wenn das Bundesverfassungsgericht die Berufsfreiheit schützen will, muss dem
Normenkontrollantrag Sachsen-Anhalts eine klare Absage erteilen werden.
3324 Zeichen, Abdruck honorarfrei, um ein Belegexemplar wird gebeten
Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:
als Vertreter der Verbände:
Peter Röhrig, BÖLW, mobil: 0160 / 96459951
Thomas Radetzki, DBIB & Mellifera, mobil: 0171 / 3366569
Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf, AbL, mobil: 0171 / 3627711
von den Rechtsanwälten:
Rechtsanwältin Katrin Brockmann, Berlin, Tel: 030 / 28876783, mobil: 0157 / 728876783
Rechtsanwalt Dr. Georg Buchholz, Berlin, Tel: 030 / 72610260, mobil: 0163 / 665 34 88
V.i.
P R E S S E E R K L Ä R U N G
Die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen in der Genbank Gatersleben Brisantes aus den Verwaltungs- und Prozessakten Magdeburg / Naumburg, 3.05.2010.
Morgen findet vor dem Oberlandesgericht in Naumburg die Verhandlung der Schadensersatzklage in der Berufungsinstanz gegen die sechs Beklagten statt, die am 21. April 2008 den umstrittenen Freisetzungsversuch von gentechnisch verändertem Weizen in der Genbank Gatersleben auf dem Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) zum Teil zerstörten. Die Betroffenen, ihre Rechtsanwälte und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. stellen heute eine neue Broschüre vor, die brisante Hintergründe zu den Vorgängen um die Freisetzung ans Licht bringt. Die Broschüre: „Risiken und Nebenwirkungen – die Genbank Gatersleben und die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen“ zeigt anhand umfangreicher Quellen, auch aus den Verwaltungs- undProzessakten auf, dass die Genehmigung der Freisetzung für Gatersleben nie hätte erteilt werden dürfen.
Zur Erläuterung: Nach dem Gentechnikgesetz müssen alle nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, damit ein Freisetzungsversuch genehmigt werden darf. Dem geht in der Risikobewertung auch eine Prüfung des Ortes, an dem der Versuch durchgeführt werden soll, hier den Vermehrungsflächen der Genbank Gatersleben, voraus. Die zuständige Behörde, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), genehmigte die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen in 500 Metern Abstand zu den alten Weizensorten der Genbank. Die Genbank Gatersleben ist eine der weltweit umfangreichsten Genbanken für alte Kultur- und Getreidesorten, eine „Schatztruhe der biologischen Vielfalt“. Die in der Genbank Gatersleben gesammelten und zu erhaltenden alten Getreidesorten und deren Genressourcen dienen u.a. der Sicherung der Nahrungsmittelqualität und Ernährungssouveränität weltweit. Das BVL nahm mit der Freisetzung die Gefahr einer gentechnischen Kontamination der Bestände der Genbank wissentlich in Kauf, anstatt Gefahrenvorsorge zu betreiben und das Risiko zu minimieren. Noch erstaunlicher: Der Genehmigung war ein Empfehlungsschreiben des Direktors des BVL, Dr. Hans-Jörg Buhk beigefügt, der es „aufgrund der vielen Einwendungen mit Bezug auf die räumliche Nähe zur Genbank für geboten [hielt], den Standort für die Vermehrung der Genbank-Akzessionen [Muster] zu verlagern“ (aus dem Anschreiben zum Genehmigungsbescheid des BVL, 23.11.2006). Die Bundesregierung, in Kenntnis der Risiken, hätte den riskanten Freisetzungsversuch verbieten können, entzog sich aber ihrer Verantwortung. Die Freisetzung wird großzügig durch das Kultusministerium in Sachsen-Anhalt aus öffentlichen Steuergeldern gefördert, obwohl die Freisetzung vor allem der Produktforschung für ein privates Saatgutunternehmen diente.
Das IPK führte dann den Freisetzungsversuch durch. Bei den gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen während des Freisetzungszeitraumes wurden nicht einmal die vorliegenden Verstöße gegen die Sicherheitsauflagen festgestellt. Das IPK in seiner Doppelrolle als Antragsteller für die Freisetzung und Betreiber der Genbank, verstieß nicht nur gegen die Sicherheitsauflagen. Vielmehr verletzte das IPK mit der Durchführung der Freisetzung ihren öffentlichen Förderungsauftrag: Die sichere, gentechnikfreie Erhaltung der alten Genbanksorten und des freien Zugangs zu diesen Sorten. Einer vollständigen Untersuchung der Bestände auf gentechnische Kontaminationen will das IPK bis heute nicht nachkommen. Das IPK kennzeichnet noch nicht einmal diejenigen Muster, die in den Jahren der Freisetzung neben dem GV-Weizen vermehrt und dennoch an Landwirte und Züchter herausgegeben worden sind.
Gemeinsam fordern Gendreck-weg, das Weizennotkomitee und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft:
„In der Nähe der Genbank Gatersleben dürfen zukünftig keine gentechnisch veränderten Pflanzen freigesetzt werden, sondern die Genbank muss ihrer eigentlichen Aufgabe, der sicheren, gentechnikfreien Erhaltung der „Schatztruhe der biologischen Vielfalt“ nachkommen. Politik, Wissenschaft und Behörden müssen endlich dem Risiko der Agro-Gentechnik Rechnung tragen und dem Vorsorgeprinzip absoluten Vorrang geben. Anbau und Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen müssen in freier Natur verboten werden“.
Signalurteil zum Schweinepatent: Jetzt EU-Biopatentrichtlinie ändern
Zum Widerruf des sogenannten "Schweine-Patents" durch das Europäische Patentamt (EPA) erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Agrogentechnik:
Der Widerruf des Schweine-Patents ist ein großer Sieg für Greenpeace, Misereor, den Deutschen Bauernverband, die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall und andere Kläger.
Die jetzige Entscheidung darf aber keine Ausrede für Ministerin Aigner sein, sich zurückzulehnen und auf die mangelhafte Selbstkontrolle des EPA zu vertrauen. Es kann nicht sein, dass Rechtssicherheit für Landwirte und Züchter erst durch Klagen gegen bereits erteilte Patente geschaffen wird. Wir fordern darum die Bundesregierung auf, endlich ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen und sich mit Nachdruck in Brüssel für eine Reform des EU-Patenrechtes einzusetzen.
Dass die Selbstkontrolle des EPA nicht funktioniert zeigt sich daran, dass zu weit reichende Patentansprüche wie die beim Schweine-Patent oftmals erst von Dritten aufgedeckt werden. Sie verursachen hohe Kosten, steigern die Abhängigkeit von Landwirtschaft und mittelständischen Züchtern und beeinträchtigen die wissenschaftliche Forschungsfreiheit. Die zunehmende Kontrolle der gesamten Lebensmittelkette durch Konzerne bedroht zudem die Sortenvielfalt bei Kulturpflanzen und damit die globale Ernährungssicherheit.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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Kritische Anmerkungen und Fragen zu folgender Aktion von Avaaz:
Kritische Anmerkungen und Fragen zu folgender Aktion von Avaaz: Lasst uns 1 Million Unterschriften sammeln, damit die Einführung genmanipulierter Nahrungsmittel so lange gestoppt wird, bis aussagekräftige Forschungsergebnisse vorliegen; sie werden dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Barroso, übergeben.
Ich habe diese Aufforderung nun wirklich zum xfachsten Mal bekommen. Das zeigt, dass Avaaz tief in die Widerstands-PC's unterschiedlichster Problembereiche vorgedrungen ist. Und jetzt wird nochmal nachgelegt, dass angeblich auch Greenpeace die Aktion unterstützen will. ABER: Nicht nur mir ist das unheimlich.
Avaaz – The World in Action. So ein globaler Anspruch. Bsp.: Spenden für eine Wählerbefragung im Iran. Das Vorbild ist Obamas Online-Offensive, Per Mausklick zu einer besseren Welt. Hinter all dem nichts als eine Internetseite und ein überschaubarer Personenkreis und mit jedem Klick eine neue email-Adresse eingefangen und gleich soll man natürlich spenden.
Das ist es ja, wenn ich als Unbedarfter an die Sache rangehe, dann unterschreibe ich und fertig. Ich bekomme die Aufforderung von Avaaz ja auch, weil ich irgendwann etwas unterschrieben habe, von dem ich dachte, dass es Sinn macht, ohne noch zu wissen, was das war. Jetzt bin ich aber beim Thema Gentechnik nicht mehr so unbedarft.
Ich wäre nicht zu dieser kritischen Einstellung zu Avaaz gekommen, wenn mir nicht dieser oberflächlich formulierte Text an die EU gestört hätte. An den Präsidenten der Europäischen Kommission José Manuel Barroso: Wir fordern Sie auf, ein Moratorium für die Einführung von genmanipulierten Nutzpflanzen in Europa zu erlassen, eine ethisch und wissenschaftlich unabhängige Forschungskommission ins Leben zu rufen, die die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln untersucht, sowie strenge Auflagen zu erlassen.
Für Außenstehende eine plausible Forderung. Aber: Diese "unabhängige" Forschungs-Kommission zieht der Barroso sofort aus dem Hut, das ist die lobbydurchsetzte EFSA er müsste sich andernfalls selbst abschießen und wenn noch mehr Forschung von "unabhängigen" Wissenschaftlern gefordert wird, haben wir noch mehr solche, die nicht kontrolliert werden und noch mehr Gt auf den Feldern und noch mehr Forschungsmittel die falsch verbraten werden. Benedikt Haerlin bestätigt, dass bei der Aktion so getan wird, als könne hier die neue Petitionsmöglichkeit nach dem Lissabonner Vertrag genutzt werden, obwohl dies tatsächlich gar nicht machbar ist: Noch fehlen die "!Ausführungsbestimmungen" dafür.
Avaaz hat sich mit dem viel weiter fortgeschrittenen Widerstand in Europa offenbar nicht abgesprochen.
Wieviel aussagekräftige Forschungsergebnisse sollen noch vorliegen? Von Arpad Pusztai, Suzan Bardosz, Seralini, Irina Ermakova, Higgins haben noch einige genug bewiesen und das ist nur die technische Seite der Medaille. Die ökologischen, die sozioökologischen und in den Anbauländern katastrophalen Auswirkungen allein müssten zu einem sofortigen Stopp führen.
Avaaz, wenn sich hinter dieser Mausklick-Organisation durch die Millionen E-Mail-Adressen eine Meinungsmacht aufbaut?
… wenn, die sich genauso aufplustern wie der WWF, der jetzt auch Gen-Soja und Zuchtlachs absegnet?
… wenn, das hauptsächlich dazu dient, mit ganz wenig Aufwand Spendengelder abzugreifen?
… wenn, wenn man den weltweit wachsenden Widerstand bewusst kanalisieren will?
Man muss sich selber ein Bild machen und die Wahrnehmungen auch oft dem Bauch überlassen. Da ist einmal eine ultralinke Seite, die fragt Wer oder was ist AVAAZ? Und da ist ein Spiegelartikel und dann ein Spendenaufruf für eine unabhängige Wählerbefragung im Iran. Dann hier etwas über den Gründer Ricken Patel holprig automatisch ins Deutsche übersetzt.
"Avaaz.org Organisation, eine die immer wieder von sich zu reden macht. Sie sagt von sich Dass sie eine regierungsunabhängige Organisation sei. das sagt wiki zu avaaz.org zum thema regierungsunabhängigkeit in Deutschland. Mitbegründer: Ricken Patel:(Auszug aus dem über uns von Re s Publica) Ricken ist der Kanadier und hat für die International Crisis Group angehört, der Vereinten Nationen, der Rockefeller-Stiftung, die Gates-Stiftung, Harvard UniversityCARE International und der International Center for Transitional Justice, in Sierra Leone, Liberia, Afghanistan, Sudan und New York. Er hat einen Master in Public Policy von John Harvard's F. Kennedy School of Government, und einen Bachelor-Abschluss Balliol College, Oxford University. Er studierte zunächst in einer Klasse von 350 aus Oxford, und führte die Regierungen Schüler und Studenten Aktivismus an beiden Universitäten."
Der Gt-Widerstand wurde einmal als der dezentralste, von einander unabhängigste, vielfältig und kreativste und als Stärkung der Demokratie bezeichnet. Damit ist er für die Gt-Seilschaften unberechenbar. Es ist nichts leichter als E-Mail-Proteste im Spamordner landen zu lassen während sich gleichzeitig 1 Million im Glauben wähnt, etwas Großes geleistet zu haben.
Umweltminister Dr. Antonio Brack bekräftigt Gentechnikverbot
Peru setzt auf Biodiversität und Öko-Landbau
Gräfelfing/Lima – Der peruanische Umweltminister Dr. Antonio Brack hob bei einem Treffen mit Naturland in Lima am 18.03.2010 den Öko-Landbau als äußerst wichtigen Bereich der peruanischen Umweltpolitik hervor. „Peru hat eine weltweit einzigartige Biodiversität. Diese Vielfalt wird durch den Öko-Landbau nachhaltig genutzt und geschützt. 19.000 zertifizierte Naturland Kleinbauern sind eine hervorragende Werbung für Peru", betonte Umweltminister Brack. Naturland Geschäftsführer Steffen Reese begrüßte insbesondere das peruanische Verbot zur Agro-Gentechnik: „Mit dem Nein zur Agro-Gentechnik ist Peru Vorbild für Europa".
Agro-Gentechnik gefährdet Biodiversität
2321 unterschiedliche Kartoffelvarietäten und 55 Maisvarietäten sind heute noch in Peru zuhause. Diese Vielfalt ist angepasst an unterschiedlichste agrarökologische Standort- und Klimabedingungen. „Der Reichtum Perus liegt in seiner enormen Biodiversität. Die Agro-Gentechnik ist eine Bedrohung für diesen unermesslichen Genpool", so Minister Brack. Die Genehmigung der Freisetzung von gentechnisch manipuliertem Mais – wie MON810 – oder die Zulassung der Amflora Kartoffel in Europa haben Konsequenzen auf die politische Diskussion und Entscheidungen in anderen Ländern – wie Peru. Naturland Geschäftsführer Reese: „Wir tragen eine große gesellschaftliche Verantwortung. Das scheint aber noch immer nicht im Bewusstsein der politischen Entscheidungsträger in Berlin und Brüssel angekommen zu sein".
Öko-Kaffeeanbau ist Umweltschutz
Naturland zertifizierter Kaffee wächst im Schatten von Bäumen - in sogenannten Agroforstsystemen. Dieses nachhaltige Anbausystem schützt Boden, Klima und Wasser und zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt aus."Je mehr Öko-Kaffee in Europa getrunken wird, umso besser für Mensch und Umwelt in Peru", so Minister Brack. Eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie der Schutz der Amazonas Regenwälder stehen mit großer Priorität auf der Agenda von Minister Brack, dessen Ministerium erst 22 Monate jung ist. Durch die Verabschiedung des neuen Forstgesetzes sollen die 55 Millionen Hektar Primärwald (Vergleich: Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland: 37 Millionen Hektar) konsequent geschützt werden. Geplant ist bis zum Jahr 2021 die jährlichen Rodungen von 150 000 Hektar Primärwald vollständig zu unterbinden.
Öko-Kaffee aus Peru ist zumeist Naturland Kaffee
16.700 Tonnen Naturland zertifizierter Kaffee mit einem Wert von über 55 Millionen US-Dollar wurden 2009 aus Peru exportiert. Peru ist der weltweit größte Exporteur von Öko-Kaffee, insgesamt wurden 34.500 Tonnen Öko-Kaffee in 2009 exportiert. Mit 19.0000 Bäuerinnen und Bauern, die nach Naturland Richtlinien arbeiten, stellt Peru einen Schwerpunkt von Naturland International dar. Neben Kaffee werden in Peru auch Kakao, Bananen, Mangos und weitere tropische Früchte nach Naturland Richtlinien angebaut.
Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 55.000 Bauern und 500 Herstellern als Naturland Partner einer der größten ökologischen Anbauverbände. Für Naturland gehören Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.
AMFLORA-VERBOT Österreichisches Parlament
Stop the Crop II - Wir wollen keine Gentechnik!
Der neue Gentechnik-Kommissar der Europäischen Union, John Dalli, macht Ernst: Zum ersten Mal seit 1998 hat er jetzt eine Gentechnikpflanze für den Anbau in Europa zugelassen. Der Gentechnik-Kartoffel "Amflora" von BASF sollen bald weitere Zulassungen für Gentechnik-Mais folgen. Die Bundesregierung steht hinter dieser neuen Linie der EU-Kommission. Für den Anbau 2010 ist es zwar zu spät. Aber wenn wir uns jetzt nicht wehren, werden BASF, Monsanto und Syngenta auch gegen den Willen der Bevölkerung im nächsten Frühjahr Europa mit ihren Gentechnikprodukten überschwemmen.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Vor einem Jahr hatten wir mit der gemeinsamen Aktion "Stop the Crop" einigen Erfolg: Kurz vor dem Anbau erließ Verbraucher- und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ein Verbot für den Anbau des Gentechnik-Mais "Mon 810". Die Europäische Kommission wurde von einer Zweidrittel-Mehrheit der Regierungen überstimmt und konnte die Aufhebung entsprechender Verbote in Österreich und Ungarn nicht durchsetzen. Daraufhin stellte sie auch ihre Bemühungen ein, die nationalen Gentechnikverbote auszuhebeln und den Anbau weiterer Gentechnik-Sorten (bt 11 und 1507 von Syngenta) zuzulassen.
Jetzt nimmt der damalige und heutige Präsident der EU-Kommission José Barroso einen neuen Anlauf. Zu diesem Zweck hat er die Zuständigkeit für alle Gentechnikfragen bei einem neuen Kommissar gebündelt. Dem Umweltkommissar wurde seine bisherige Zuständigkeit entzogen. John Dalli aus Malta, der als ausgewiesener Freund der Industrie gilt, hat als erste Amtshandlung trotz erheblicher Bedenken einer Mehrheit der EU-Regierungen, eine Gentechnik-Kartoffel von BASF zum Anbau zugelassen. Sie soll zwar nur für Industriezwecke genutzt werden. Dennoch darf sie auch in Lebensmitteln auftauchen. Dabei enthält sie ein Antibiotika-Resistenz-Gen, das schon längst verboten sein sollte und gegen das die Europäische Arzneimittelbehörde erhebliche Bedenken erhoben hat.
Die neue Bundesregierung hat diese "Amflora"-Kartoffel sogar namentlich in ihrem Koalitionsvertrag erwähnt und vereinbart, ihren Anbau zu unterstützen. Dabei gibt es längst Kartoffeln, die die gleichen Eigenschaften haben und ohne Gentechnik und Antibiotika-Resistenz auskommen.
Als nächstes will die EU-Kommission für den in Deutschland und fünf weiteren EU-Staaten verbotenen Gentechnik-Mais "Mon 810" von Monsanto eine Neuzulassung erteilen, die die alten Verbote außer Kraft setzt. Zudem sollen zwei weitere Gentechnik-Mais-Sorten für den Anbau neu zugelassen werden. Auch das will die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag unterstützen.
Ende 2008 hat der Rat der europäischen Umweltminister einstimmig an dem gegenwärtigen Zulassungsverfahren massive Kritik geübt und die EU-Kommission aufgefordert, die Sicherheitsüberprüfung zu überarbeiten und zu verbessern und zudem die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Einführung von Gentechniksorten in der Landwirtschaft bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Darauf hat die Kommission bisher nicht reagiert. Wir meinen: Solange diese Mängel nicht abgestellt sind, darf die Kommission keine neuen Zulassungen erteilen.
Schreiben Sie jetzt an Frau Aigner und Herrn Röttgen: http://www.saveourseeds.org/de/dossiers/stop-the-crop/e-mail-action.html
Unterstützen Sie die Petition an die Europäische Kommission: https://secure.avaaz.org/de/eu_health_and_biodiversity/
Fordern Sie ein Moratorium für die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen.
Wir sagen: Europa braucht keine Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller! Helfen Sie mit, dass auch die neue EU-Kommission und die neue Bundesregierung dies verstehen.
P.S. Diese Aktion können Sie auch auf Ihrer Webseite erscheinen lassen. Hier gibt es die technische Anleitung: http://www.gmo-free-regions.org/stop-the-crop-action/de/aktion-machen.html
Informatives über gesunde Ernährung
Heft 17 und bisherige Ausgaben zum Download
Dr. Rainer Wild-Stiftung
Stiftung für gesunde Ernährung
Globalisierung in Indien
http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2009/nr46/Wirtschaft/18603.html
WOZ Die Wochenzeitung
WOZ vom 12.11.2009 - Ressort Wirtschaft
Vandana Shiva
<Benutzen Sie Ihre Hände!>
Die indische Physikerin, Philosophin und Aktivistin erzählt, was die
Globalisierung in Indien anrichtet, warum die Landwirtschaft so wichtig ist
und was wir von Quantenphysik lernen können.
Interview: Bettina Dyttrich
WOZ: In Europa sind sich fast alle einig, dass die armen Länder
Wirtschaftswachstum brauchen. Sie, Vandana Shiva, weisen diese Idee zurück.
Vandana Shiva: Ja. Denn Wachstum misst nicht die Produktion, sondern nur
jenen Teil davon, der auf den Markt kommt. Wenn die Armen ihre Produkte
verkaufen und dabei verhungern, wächst die Wirtschaft. Wachstumszahlen
sagen nichts darüber aus, wie viel die Leute essen, wie viel sauberes Wasser sie haben, ob sie ihren Lebensunterhalt gut bestreiten können - sie messen nur den Geschäftssektor. Und weil dieser immer mehr von grossen Firmen
beherrscht wird, ist Wachstum heute ein Zeichen für wachsende Ungleichheit.
Als wir in Indien 4,5 Prozent Wachstum hatten, war die Gesellschaft
gerechter. Jetzt haben wir 9 Prozent, und die Armen werden ärmer. Inzwischen sagt sogar der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, dass sich mit Wachstum das Wohlergehen der Menschen nicht messen lässt.
Aber die Idee ist immer noch in den Köpfen der Leute.
Ja, weil sie propagiert wurde wie ein religiöses Dogma. Wenn man es lange
genug wiederholt, glauben es die Leute. Was wir messen sollten, ist viel
umfassender: wie viele Menschen Arbeit haben, was sie produzieren und was
sie konsumieren - die Qualität der konsumierten Güter.
Der Konsum kann aber auch nicht immer weiterwachsen.
Nein. Muss er auch nicht. Heute be-obachten wir überall, dass die Zunahme
des Konsums mit sinkender Qualität der Güter einhergeht. Ich komme gerade aus den USA. Ich liebe Joghurt, es ist eines meiner Grundnahrungsmittel in Indien. Aber das Joghurt in den USA ist nicht essbar, es ist eine durchsichtige, schwabblige Masse. Was wir brauchen, sind weniger und bessere Dinge. Nicht immer mehr schlechtere.
Das jetzige Wirtschaftsmodell hätte Probleme mit dieser Entwicklung.
Das jetzige Wirtschaftsmodell hat sowieso Probleme! (lacht) Seine Zeit ist
abgelaufen, es war ein falsches Modell. Es ist sinnlos, noch mehr
Steuergelder für seine Rettung zu verschwenden. In diesem Modell hungert
eine Milliarde Menschen, und zwei Milliarden leiden an Fettleibigkeit,
Diabetes und Bluthochdruck, weil ihre Nahrung dermassen schlecht ist. Wir
brauchen ein anderes Wirtschaftsmodell, das sich an den Grenzen der Erde und an Gerechtigkeit orientiert - die Erde gibt genug für alle.
Aber auch in Indien träumen doch viele vom westlichen Modell?
Die Reichen wollen es. Ich schätze, es sind etwa 4 oder 5 Prozent der
indischen Bevölkerung. Nicht mehr. Aber sie sind sichtbar, denn sie sind im
Fernsehen zu sehen. Die restlichen 95 Prozent gehören zu den Verlierern der
Globalisierung, und etwa ein Drittel von ihnen wehrt sich mit aller Kraft.
Denn Globalisierung basiert auf dem Auslagern von Produktion und
Verschmutzung. Industrie braucht Land, und dieses Land wird KleinbäuerInnen und Stammesgesellschaften weggenommen. Darum kämpfen sie. Ein Drittel Indiens ist zurzeit unregierbar, weil die Rebellion der Armen so intensiv ist.
Indien ist eine Demokratie. Gibt es keine demokratischen Möglichkeiten, sich
zu wehren?
Die KleinbäuerInnen haben ein Recht auf ihr Land. Die Stammesgesellschaften haben sogar noch mehr Rechte, denn sie dürfen laut Verfassung allein über ihre Ressourcen entscheiden. Aber die Gesetze werden ausser Kraft gesetzt, wenn es um Grossprojekte wie Autobahnen geht. In den Sonderwirtschaftszonen sowieso. Und das Schlimmste ist, dass dabei Militärgewalt gebraucht wird. Die einzige Möglichkeit, Demokratie zu zerstören, ist Gewalt.
Wie können wir ein neues Wirtschaftsmodell entwickeln?
In Indien gibt es bereits nachhaltige Wirtschaftsmodelle. Dort ist es heute
am dringendsten, eine falsche Entwicklung zu vermeiden. Wir müssen die
Prinzipien von Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit erhalten, mit denen Menschen
wie Mahatma Gandhi unser Land inspirierten. Es war bis vor einigen Jahren
staatliche Politik, dass Indien ein Land der KleinbäuerInnen und die
Nahrungsproduktion so nah wie möglich bei den KonsumentInnen sein sollte.
Wie ich in <Leben ohne Erdöl> beschrieben habe, sind wir mit drei Krisen
konfrontiert: dem Klimachaos, Peak Oil und der Nahrungskrise. Der einzige
Weg, diese drei Krisen zu lösen, ist eine Landwirtschaft zu betreiben, die
mit der Erde arbeitet, nicht auf der Basis von Öl.
Wie geht das konkret?
Es werden wieder mehr Menschen in der Landwirtschaft arbeiten müssen, auch
in den reichen Ländern. Wir müssen zurück zur Wirtschaft der realen Welt,
auf der Basis realer Energien, realer Talente von Menschen und ihrer realen
Bedürfnisse. Wir müssen jetzt Modelle gegenseitiger Unterstützung aufbauen.
Wenn wir uns jetzt nicht vorbereiten, werden wir sehr heftige Konflikte
haben, einen Kampf aller gegen alle.
Die Arbeit in der Landwirtschaft ist nicht gerade mit hohem Ansehen
verbunden. Vor allem die Handarbeit - das fällt mir auch auf in der
landwirtschaftlichen Schule, die ich besuche.
Das stimmt. Die Leute werden Bauern, weil sie für alles andere zu blöd sind
- das glauben wir heute. Darum sehe ich meine Aufgabe darin, die harte
Arbeit der KleinbäuerInnen zu würdigen. Wenn wir das nicht tun, wird niemand
mehr diese Arbeit machen wollen. Und dann werden wir nichts mehr zu essen
haben. Die Menschen sind die einzige Art, die dumm genug ist, die
Bedingungen für ihr eigenes Aussterben gezielt zu schaffen. Die industrielle
Landwirtschaft vernichtet Nahrung. Wir verschwenden neunzig Prozent der
erhältlichen Kalorien, indem wir dem Vieh Getreide füttern.
In Ihrem Buch betonen Sie aber, wie wichtig Nutztiere seien.
Es gibt keine nachhaltige Landwirtschaft ohne die Kombination von Tieren,
Bäumen und Ackerbau. Wir haben die Systeme auseinandergerissen - die
Landwirtschaft ganz auf Ackerbau ausgerichtet und die Tiere in Gefängnisse
gesperrt. In einer ökologischen Landwirtschaft ergänzen Tiere die Menschen,
sie konkurrenzieren sie nicht. Sie fressen das, was Menschen nicht essen -
Gras, Stroh und Erntereste -, und geben den Menschen Nahrung, Energie und
Dünger.
Funktioniert diese Ergänzung in Indien noch?
Zum Teil. Leider hat die sogenannte Grüne Revolution hier Schaden
angerichtet. Die Hochleistungsgetreidesorten haben viel kürzere, härtere
Halme, die das Vieh nicht fressen kann. Deshalb wurden vielerorts die
Zugochsen abgeschafft und stattdessen Traktoren gekauft. KleinbäuerInnen
brauchen mindestens dreissig Jahre, um die Schulden für einen Traktor
zurückzuzahlen. Und wenn sie nicht zahlen können, bringen sie sich um. Das
ist einer der Gründe für Bauernselbstmorde in Indien - der andere ist das
Gentechsaatgut.
Sie sprechen vor allem über Landwirtschaft. Was ist mit dem Rest der
Wirtschaft?
Alles hängt von der Landwirtschaft ab. Wenn sie sinnvoll organisiert ist,
wird sich auch der Rest verändern. Das enorme Wachstum der Städte wird
aufhören, wenn die KleinbäuerInnen von ihrer Arbeit leben können. Wenn sich jede Region selber mit Lebensmitteln versorgen kann, wird das den
Transportsektor verändern, es wird die Städteplanung verändern.
Was sollen wir im Norden tun?
Das Wichtigste scheint mir, die Demokratie zurückzufordern. Denn sie ist von
der Wirtschaft korrumpiert. In der Schweiz konntet ihr immerhin dar-über
abstimmen, ob ihr Gentechnahrung wollt. Aber die meisten Menschen können das nicht. In meinem vorletzten Buch, <Erd-Demokratie>, habe ich dafür plädiert,dass wir Demokratie gleichzeitig in lokale Zusammenhänge einbetten und global machen. Wir brauchen eine Demokratie der Erde: Das heisst einerseits, viel aktiver zu werden beim Verändern der lokalen Bedingungen. Und sich gleichzeitig vielmehr der ganzen Welt bewusster zu werden.
Als Kernphysikerin glaubten auch Sie früher an technische Lösungen. In Ihrem neuen Buch beschreiben Sie Ihr Schlüsselerlebnis: Ihre Schwester, eine
Ärztin, erklärte Ihnen die Risiken der Atomkraft.
Diese Erfahrung lehrte mich Bescheidenheit. Vorher war ich mir sehr schlau
vorgekommen als Kernphysikerin. Wie viele Frauen waren zu jener Zeit schon
in der Nuklearindustrie tätig? Jetzt wurde mir klar, dass es so vieles gibt,
was ich nicht weiss. Wir wurden ausgebildet, um TechnikerInnen zu sein.
Nicht um das Ganze zu verstehen. Darum gab ich die Kernphysik auf und
spezialisierte mich auf Quantenphysik. Ich wollte verstehen, wie die Welt
funktioniert, nicht eine Schraube sein im technischen Establishment.
Was haben Sie dabei gelernt?
Ich verstand, dass Reduktionismus und Macht Hand in Hand gehen. Dass man das Ganze zerstören muss, wenn man es beherrschen will. In Wirklichkeit kann man es nicht beherrschen. Wenn man das Ganze versteht, kann man nicht mehr gewalttätig sein dagegen. Wenn wir uns stärker bewusst wären, wie die Natur und unser Planet funktionieren, wären wir viel weniger gewalttätig.
Hilft Quantenphysik bei diesem Verständnis?
Sie war sehr, sehr hilfreich. Sie hilft auch, optimistisch zu bleiben in
brutalen Zeiten. Denn die Grundlage der Quantentheorie ist Unsicherheit: Es
gibt nichts Vorhersagbares. Daraus folgt, dass es immer möglich ist, dass
sich die Dinge verändern. Das ist ein Naturgesetz. Wir denken, mit Macht
hätten wir mehr Kontrolle. Aber in Wirklichkeit verlieren wir sie. Sich in
selbstorganisierten und selbstregulierten Systemen zu vernetzen, ist
gleichzeitig Ökologie und Demokratie.
Wie lässt sich das Denken in diese Richtung verändern?
Das Denken verändert sich durch Bildung. Und die beste Bildung ist direkte
Erfahrung. Sie lernen zu bauern - das ist der beste Weg, das Denken zu
verändern. Wenn Sie Ihre Hände gebrauchen und Kontakt mit dem Erdboden
haben, wird ein anderer Teil Ihres Gehirns aktiv. Ich empfehle Gartenarbeit
als Schulfach für alle Kinder. Lassen wir die Kinder ihren eigenen Weg
finden. Aber wir sollten ihnen zumindest Gärten geben.
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Vandana Shiva
Sie hatte die besten Voraussetzungen für eine Karriere in der Forschung:
Vandana Shiva wurde 1952 in eine wohlhabende nordindische Familie geboren.
Die Eltern waren aufgeschlossen für ökologische und feministische Fragen.
Shiva studierte Physik und doktorierte bereits mit 27 Jahren. Doch die
Abholzung der nordindischen Wälder und der verheerende Unfall in einer
Pestizidfabrik in Bhopal 1984 brachten sie dazu, sich immer mehr mit
ökologischen und sozialen Fragen zu beschäftigen. Sie schloss sich der
Chipko-Bewegung an, den Frauen, die Bäume umarmten, um sie vor der Abholzung zu schützen. Sie begann für Biolandwirtschaft, gegen Gentechnik und für Frauenrechte zu kämpfen. 1993 gewann sie den Right Livelihood Award, den sogenannten Alternativen Nobelpreis. Shivas Lebenswerk ist Navdanya, eine Organisation für Biolandbau-Forschung und die Erhaltung von Saatgut, die im Bundesstaat Uttarkhand einen Hof mit eigener Samenbank betreibt.
Aktuelle Bücher:
<Leben ohne Erdöl>. Rotpunktverlag. Zürich 2009. 260 Seiten. 32 Franken.
<Erd-Demokratie>. Rotpunktverlag. Zürich 2006. 300 Seiten. 34 Franken.
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Wirtschaft zum Glück
Dieser Artikel ist der vierzehnte Beitrag der WOZ-Serie <Wirtschaft zum
Glück>, in der wir nachhaltige Produktions- und Eigentumsformen, neue Ideen für eine neue Ökonomie und ökologisch sinnvolle Projekte vorstellen.
Finanziert wird diese Serie aus einem Legat des früheren Nachhaltigen
Wirtschaftsverbandes WIV.
Weitere Texte im Dossier: <Wirtschaft zum Glück>
Nützliche Tipps
Mit diesen Tipps bleibt Ihre Nahrung ein echtes Lebens-Mittel
von Dr. Michael Spitzbart
Wählen Sie reifes Obst. Natürlich ist es verführerisch, noch harte Birnen oder grünliche Bananen auf Vorrat zu kaufen, wenn sie gerade preiswert sind. Immerhin reifen die Früchte ja auf der Fensterbank oder im Obstkorb noch nach. Reifung hat aber nichts mit Vitaminbildung zu tun. Vitamine entstehen im Obst nur, wenn es hoch an der Pflanze in der Sonne hängt. Sie haben nach zwei Wochen zwar reife Birnen zu Hause eine ganze Menge Vitamine fehlt aber in diesem zu früh gepflückten Obst.
Bevorzugen Sie Obst und Gemüse aus der heimischen Umgebung. Zwischen 10 und 50 % beträgt der Vitaminverlust von Obst und Gemüse, das bei Raumtemperatur gelagert wird pro Tag! Daher sollten Sie möglichst auf Früchte verzichten, die eine weite Reise hinter sich haben. Denn jeder zusätzliche Transporttag lässt die Vitamine schwinden. Kaufen Sie Obst und Gemüse, das aus Deutschland kommt, noch besser solches, das in Ihrer Region erzeugt wurde.
Kühl gelagert, halten sich Vitamine länger. Werden Obst und Gemüse dekorativ im Schaufenster präsentiert oder liegen auf andere Art in der Sonne, verzichten Sie auf den Kauf. Der Vitaminverlust ist zu groß. Auch zu Hause sollten Sie diese Lebensmittel immer kühl lagern, denn bei Ihnen in der Küche verabschieden sich die Vitamine ebenfalls. Essen Sie Obst und Gemüse rasch auf, statt sie tagelang zu lagern sie werden nicht frischer. Denn selbst im Kühlschrank wird Vitamin C abgebaut bei 4 C beträgt der Verlust in 48 Stunden rund 35 %.
Verzichten Sie auf bestrahltes Obst. Wahrscheinlich haben sie auch schon mal Tomaten gekauft, die nach drei Wochen immer noch prall und rot waren, ohne eine einzige matschige Stelle. Oder Äpfel, die nach 14 Tagen noch keinen braunen Fleck aufwiesen. Dieses Obst und Gemüse ist nicht mehr natürlich. Es wurde bestrahlt. Dabei wird in den Stoffwechsel der Lebensmittel eingegriffen, so dass alle Enzymaktivitäten gestoppt werden. Die (augenscheinlich angenehme) Folge: Obst und Gemüse verderben sehr viel langsamer. Der Nachteil: Natur ist das nicht mehr. Zudem verliert bestrahltes Obst fast alle Vitamine Sie können also als Vitaminquelle gleich drauf verzichten.
Wässern Sie Gemüse und Salat nicht, um es zu waschen. Verzichten Sie darauf, diese Lebensmittel lange in Wasser einzuweichen. Denn so schwemmen Sie die Vitamine aus. Vielmehr sollten Sie Gemüse & Co. rasch, aber gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Achtung: Paprika ist stark gespritzt und muss sehr gründlich gewaschen werden. Und auch für die Wachsschicht auf Äpfeln gibt es einen Trick. Kaufen Sie sich einfach eine Bürste, die Sie nur für Ihr Obst verwenden. So können Sie die Äpfel schnell und ohne viel Aufwand reinigen.
Essen Sie mehr roh! Wussten Sie, dass zwischen 50 und 70 % aller Vitamine verlorengehen, wenn Sie Obst und Gemüse erhitzen? Gerade Folsäure, die den meisten Menschen fehlt, ist besonders empfindlich. Schon zweiminütiges Kochen verringert den Folsäuregehalt um bis zu 90 %. Natürlich können Sie nicht jedes Gemüse roh essen vielleicht mögen Sie das geschmacklich auch gar nicht. Aber Sie sollten die Kochzeit so kurz wie möglich halten, indem Sie Gemüse nur kurz dünsten, am besten im Wok. So erhalten Sie immerhin noch einen Teil der Vitamine. Bereiten Sie Ihr Gemüse zu, kurz bevor Sie es verzehren. Halten Sie es stattdessen auf dem Herd lange warm, verringert sich allein der Vitamin-C-Gehalt um bis zu 70 %. Bleibt Ihnen zeitlich keine andere Wahl und Sie müssen das Gemüse vorkochen, ist es besser, das gekochte, abgekühlte Essen im Kühlschrank aufzubewahren und erst kurz vor dem Verzehr noch mal aufzuwärmen.
Greifen Sie zur Zitrone. Sie sollten Salat und Obstsalat erst unmittelbar vor dem Verzehr zubereiten. Ist Ihnen das nicht möglich, sollten Sie etwas Zitrone drübergeben. So verhindern Sie, dass der Sauerstoff der Luft die Vitamine zerstört. Eine Alternative, falls Sie keine Zitrone verwenden möchten: Kaufen Sie sich in der Apotheke Ascorbinsäurepulver, also Vitamin C in Pulverform. Streuen Sie hiervon ein bisschen über Ihren Salat und Obstsalat auch so wird der Vitaminverlust verhindert.
Schluss mit der Natur-Pur-Suppenluege - Nestle nimmt Mogelprodukt vom Markt
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Ganzheitliche Ernährungsberatung
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/
abgespeist.de - Die Mogel-Liste
Lassen Sie sich nicht länger mit Werbelügen abspeisen!
Die größten Lügen finden Sie in der Mogel-Liste.
Quelle: http://www.abgespeist.de/corny_schoko/index_ger.html
Thema Rucola / Gemeiner Greisbart
Ein gutes Argument für regionale Lebensmittel!
http://de.wikipedia.org/wiki/Rucola
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/gemuese/linkurl_0_0_0_2168.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobs-Greiskraut
http://www.deutscher-apotheker-
verlag.de/daz_neu/public/tagesnews/August/tagesnews20090814c.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,641622,00.html
http://www.express.de/nachrichten/mopo/mopo---vermischtes/plus-hatte-gift-
kraut-im-rucola_artikel_1246563228247.html
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/nahrungsmittelskandal-
giftpflanze-statt-rucola-im-salat_aid_425532.html
Welches Speiseöl darf´s denn sein?
Aachen (fet) Jetzt mal Butter bei die Fische oder doch lieber Pflanzenöl? Die flüssigen Fettvarianten gelten schließlich als gesündere Alternative zu Butter und werden heute zum Kochen, Braten und in Salaten verwendet. Doch nicht jedes Pflanzenöl eignet sich gleich gut für den täglichen Gebrauch.
Pflanzliche Speiseöle sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Menüplans, da diese reich an lebenswichtigen Fettsäuren und Vitamin E sind. Zudem werten diese so manches andere Nahrungsmittel auf. So ist Gemüse ohne Öl nur halb so gesund, benötigen wir doch immer etwas Fett, um die enthalten Vitamine A, K und D überhaupt aufnehmen zu können. Doch je höher der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, umso schneller wird Öl ranzig. Eine lichtgeschützte Lagerung in dunklen Flaschen oder Schränke ist daher wichtig.
Ein kleiner Allrounder ist das Rapsöl. Dieses enthält sowohl einfach wie auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die das unerwünschte LDL-Cholesterin senken und die Elastizität der Blutgefäße fördern. Zudem weist es nicht unwesentliche Gehalte der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure auf, welche entzündungshemmend wirkt. Rapsöl ist bis 180 Gad erhitzbar und eignet sich sowohl zum Anbraten, Kochen als auch kalt für Salate also das ideale Öl für jeden Tag. Auch das leicht nussig schmeckende Walnussöl enthält hohe Gehalte an Omega-3-Fettsäuren, ist jedoch nur für kalte Speisen geeignet. Eines der Alpha-Linolensäure-reichsten Öle und damit besonders wertvoll für das Herzkreislaufsystem ist Leinöl. Es eignet sich besonders zum Verfeinern von Salaten, ist jedoch nicht zum Erhitzen gedacht, da es sehr empfindlich ist. Auch im Kühlschrank verdirbt es bereits nach einer Woche und fängt an bitter zu schmecken.
Wer eine mediterrane Note mag, gönnt seinem Salat einen ordentlichen Schwapp Olivenöl. Dieses ist reich an der einfach ungesättigten Ölsäure, welche der Körper zum Aufbau von Zellen benötigt. Kaltgepresstes Olivenöl wird aus dem Fruchtfleisch beziehungsweise Kern der Olive gewonnen und enthält natürliche Farb- und Aromastoffe sowie Vitamin E. Eine besonders hohe Qualität verspricht die Aufschrift natives Olivenöl extra. Seit kurzem dürfen nur noch Öle den Namen des Ursprungslandes tragen, die ausschließlich aus diesem stammen. Ölmischungen verschiedener Länder bekommen die Aufschrift Verschnitt von Olivenöl.
Sonnenblumen-, Distel- oder auch Maiskeimöl weisen eher ein ungünstiges Verhältnis der einzelnen Fettsäuren zu einander auf. Diese Öle sind reich an Omega-6-Fettsäuren, welche zwar wichtig für den Körper sind, in hohen Mengen jedoch die positive Wirkung der Omega-3-Fettsäuren vermindern.
Beim Kochen gilt für jedes Öl: Nicht überhitzen. Fangen diese an zu rauchen, entstehen Stoffe, die gesundheitsschädlich sind. Vor allem kaltgepresste Öle vertragen keine sehr hohen Temperaturen wie sie beim scharfen Anbraten oder beim Frittieren entstehen können.
Redaktion: Christine Langer
Zeichen: 2979
Kontakt:
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
An den Frauenbrüdern 2, 52064 Aachen
Tel.: 0241 - 96 10 316
Fax: 0241 - 96 10 322
E-Mail: presse@fet-ev.eu
URL: http://www.fet-ev.eu
Foie Gras
Meerestiere sind kein Müll!
WWF-Kampagne gegen
Beifang
Die Nahrungsquelle Fisch steht vor dem Kollaps. Drei Viertel der weltweiten
Fischbestände sind bis an ihre Grenzen oder sogar darüber hinaus befischt
und stehen mittelfristig vor dem Zusammenbruch.
Die Gründe: maßlose Überfischung und Verschwendung von Leben. Mehrere
Millionen Tonnen Meerestiere werden jährlich als Müll weggeworfen, weil sie
nicht dem gewünschten Fisch entsprechen. Sie sind Beifang, den Fischer
zusammen mit der Zielart an Netzen und Leinen aus dem Meer ziehen,
obwohl sie ihn gar nicht wollen.
Mit einer unübersehbaren Installation protestierte der WWF in Brüssel
dagegen, dass Fisch wie Müll behandelt wird © Ezequiel Scagnetti / WWF
Ein Feldzug gegen die Meere
Über eine Million Fischtrawler sind auf den Weltmeeren unterwegs, um
möglichst allen Fischbeständen beizukommen. Je nach Zielart und
Fangtechnik sind bis zu 90 Prozent des Fangs Beifang: zu kleine Tiere der
Zielfischart. Fische, deren Fangquote bereits ausgeschöpft ist. Oder
Meerestiere, die auf dem Markt keinen Käufer finden. Für ein Kilogramm
verkaufbare Schrimps werden etwa 15 Kilogramm Fische und andere
Meerestiere getötet und weggeworfen. Auf der Jagd nach Tunfisch verenden
jährlich eine Viertelmillion Schildkröten an den Haken von Langleinen. Alle
zwei Minuten stirbt ein Wal in Fischernetzen und 300.000 Seevögel ertrinken
jedes Jahr als Beifang.
Verschwendung per Gesetz
Diese Verschwendung von Leben ist nicht nur unökologisch, sondern auch
unökonomisch. Allein in der Nordsee wird jedes Jahr verwertbarer Fisch im
Wert von über 50 Millionen Euro weggeworfen. Die durch Beifang
entstehenden Kosten in der Fischerei durch zusätzliches Gewicht und längere
Fahrtzeiten sind nur zu erahnen.
Unterschiedliche Beifanggesetze der europäischen Mitgliedstaaten haben den
Fischereien bislang keine Anreize zur Vermeidung von Beifang gesetzt. Im
Gegenteil: In den meisten europäischen Ländern herrscht ein Anlandeverbot.
Die Fischer müssen den Beifang noch auf dem Meer als Müll über Bord
schmeißen – staatlich verordnete Verschwendung.
Es gibt bereits Lösungen
Eine Verschwendung, die nicht nur die Ökosysteme der Meere überfordert und
die Fischbestände zusammenbrechen lässt, sondern auch die Nahrungsquelle
einer Milliarde Menschen in Gefahr bringt. Außerdem leben mehr als 200
Millionen Menschen von der Fischerei. 90 Prozent der Fischer arbeiten in
Entwicklungsländern.
Meeresschildkröte © Simon Buxton
Dabei sind Lösungen vorhanden. Die Möglichkeiten, Beifang zu vermeiden
und zu verringern, sind zahlreich. So können schon heute durch den Einsatz
kluger Fanggeräte und ein ökologisches Fangmanagement bis zu 90 Prozent
des Beifangs vermieden werden.
Kein Zweifel: Beifang widerspricht jeder Vernunft. Deshalb hat der WWF der
Verschwendung auf unseren Meeren den Kampf angesagt und eine
Kampagne gestartet, um den Beifang weltweit zu verringern. Die
Umweltstiftung informiert in den Medien, verhandelt mit Fischern,
Produzenten und Händlern und engagiert sich auf höchster politischer Ebene,
um diese Ziele zu erreichen:
- Die EU muss den Beifang der europäischen Fangflotte mit einem
neuen Gesetz wirkungsvoll bekämpfen.
- Der Lebensmittelhandel muss Fisch aus beifangintensiven oder
anderen schädlichen Fischereien komplett aus seinem Sortiment
streichen.
- Verbraucher sollten sich mit Hilfe des WWF-Fischführers informieren,
welchen Fisch sie bedenkenlos kaufen können und welchen sie lieber
meiden sollten.
Unterstützen Sie den WWF! Helfen Sie uns
jetzt, die Bedrohung der Meere durch Beifang zu stoppen!
Erfahren Sie mehr über über Beifang >>
Quelle: http://www.wwf.de/themen/kampagnen/beifang-kampagne/
"Analog - Käse" ist Betrug am Verbraucher und an den Bauern
"Analog - Käse" ist Betrug am Verbraucher und an den Bauern
Berlin,08.04.2009 Riesige Mengen an Käse, der vor allem in Produkten wie
Pizza oder Käsestangen verwendet wird, ist in Wirklichkeit kein Käse, sondern
ein aus Pflanzenfetten, Wasser und Eiweiß zusammen gepanschtes
Kunstprodukt. Mit künstlichen Aromen wird dann aus der zähen Masse
wahlweise Pizzakäse, Mozzarella oder was der Markt sonst noch nachfragt.
Große Fast-Food Ketten, aber auch der Gastronomiegroßhandel verwenden
nicht Käse aus Milch, sondern Kunstkäse aus der Retorte. Aufgezeigt wurde
diese Praxis durch einen Beitrag von Frontal 21.
"Der Aufschrei über solche Zustände kann gar nicht laut genug sein! Da
werden Verbraucher hinters Licht geführt und die Milchbauern ausgebootet, so
dass deren Erlöse weiter sinken", kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein,
Vorsitzender des BÖLW den ZDF-Bericht. Er wies darauf hin, dass Öko-
Produkte ohne solche zweifelhaften Segnungen der Lebensmittelindustrie
hergestellt werden: "Bio-Käse ist immer Käse aus 100% Milch. Und Bio-Pizza
darf nur mit Bio-Käse hergestellt werden. Für die Naturbelassenheit von
Bioprodukten sorgen die strengen Vorschriften der EU-Öko-Verordnung, die
auch den Einsatz von Verarbeitungshilfsstoffen auf ein Minimum begrenzt.
Die Vorschriften der Verbände des Ökologischen Landbaus sind hier sogar
noch restriktiver."
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW e.V.) ist der
Spitzenverband der Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln
in Deutschland.
Ansprechpartner: Felix Prinz zu Löwenstein 0171.3035686
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)
Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Fon +49 30 28482 300
Fax +49 30 28482 309
barbian@boelw.de, info@boelw.de
Käsemasse, Käseteig, Bruch:
Bruch (oder auch Käsebruch) bezeichnet in der Käserei das Material, das aus
der durch Zugabe von Lab oder Milchsäure dickgelegten Milch (Gallerte oder
Dickete) entsteht, nachdem sie zerteilt (gebrochen) wurde, um die Molke
abzutrennen. Hierfür gibt es je nach Käseart verschiedene Methoden:
Zunächst wird die Gallerte zerschnitten, damit die Molke abfließen kann, und
zwar nur grob für Weichkäse (mehr Molke verbleibt im Bruch) und immer
feiner, je fester der Käse werden soll. Für Hartkäse wird die Gallerte mit
einer Käseharfe wiederholt kreuz und quer bis auf Kirschkerngröße zerteilt.
Zusätzlich schrumpft das Bruchkorn, je länger der Bruch gerührt wird. Sobald
sich die Bruchkörner am Wannenboden abgesetzt haben, wachsen sie wieder
zusammen und können erneut zerteilt werden, was einen krümeligen Teig
ergibt.
Cheddaring oder Chestern bezeichnet eine Form der Bruchbehandlung, mit der
eine geschmeidig-glatte Konsistenz des Käses erreicht wird. Hierbei wird der
Bruch in große Blöcke geschnitten, die dann übereinandergelegt und
umgeschichtet werden, so dass das jeweils untere Stück gepresst wird und
weiter Molke abgibt.
Die Beschaffenheit des Bruchs kann auch durch Erwärmung (Brennen) des
Bruch-Molke-Gemischs verändert werden. Eine Temperaturanhebung lässt das
Bruchkorn deutlich schrumpfen und kompakter werden. So erhält man einen
festeren Käse, der länger lagerfähig ist. Die Brenntemperatur bei Käse liegt
zwischen 41°C bis 49°C oder mehr für Emmentaler. Für die Herstellung
von Mozzarella wird der Bruchkuchen kleingeschnitten und mit heißem Wasser
überbrüht, so dass eine elastische Masse entsteht, die dann gepresst,
geknetet und zu Strängen ausgezogen wird. Solche Knetkäse nennt man
auch Filata-Käse.
Die freiwerdende Molke wird je nach Käsesorte abgeschöpft, durch Aufhängen
des Bruchs in einem durchlässigen Tuch oder durch Schichten des Bruchs in
Körbe oder perforierte Formen aus Holz oder Edelstahl zum Ablaufen gebracht
oder auch unter Druck aus dem Bruch herausgepresst.
Munster (Rotschmierrinde)
Der Münster- oder Munsterkäse kommt aus Münster im Münstertal in den
Vogesen. Er wurde von den seit 660 ansässigen Benediktinern erfunden und
fand auch seine Verbreitung ins westlicher gelegene Lothringen. Heute heißt
der aromatische Weichkäse mit der gewaschenen Rinde östlich der Vogesen
im Elsass Munster, während er westlich des Gebirgskamms in
Lothringen Géromé genannt wird, nach der Stadt Gérardmer.
Als Munster-Géromé erhielt er 1978 die Appelation d'Origine Contrôlée. Damit
wird sichergestellt, dass das Produkt speziellen Qualitätsanforderungen
entspricht und auch die Herstellungsbedingungen werden festgelegt. So darf
der geschnittene Bruch (siehe unten) vor dem Ausformen weder gewaschen
noch geknetet werden. Die Herstellungskategorien des Appellation d'Origine
Contrôlée sind Fermier, Cooperatives und Industriel. Bei Käsesorten, die nicht
am Ort ihrer Herstellung reifen, müssen sowohl Herstellungs- wie Reifungsort
auf dem Etikett angegeben werden.
Der Münsterkäse wird aus einem Tag alter Milch hergestellt. Er gehört zu
den Rotschmier- oder Rotkulturkäsen. Die Oberfläche wird während der
Reifung regelmäßig (etwa drei mal wöchentlich) mit einer Mischung aus
Wasser, Rotschmierkulturen und Kochsalz gewaschen. Hierdurch überzieht
sich der Käse mit einer dunkelgelben bis orangefarbenen, schmierigen Rinde,
die durch verschiedene Bakterien hervorgerufen wird. Der Käse erhält
dadurch sein sehr kräftiges Aroma.
Der Laib von etwa 13 bis 19 Zentimeter Durchmesser reift mindestens drei
Wochen. Üblicher ist aber eine Reifedauer von zwei bis drei Monaten. Der
Petit-Munster, bei dem der Käselaib nur einen Durchmesser von ca. 10
Zentimeter hat, benötigt nur eine Mindestreifezeit von zwei Wochen. Die
Käselaibe lagern in dieser Zeit in Kellern bei einer Raumtemperatur zwischen
11°C und 15°C und einer Luftfeuchtigkeit von 95% bis 96%.
Charakteristisch für den Käse ist sein strenger Geruch und der sehr glatte und
weiche Teig. Sachkundig gereifter Munster schmeckt mild. Im Handel
erhältlich ist auch bereits mit Kümmel gewürzter Munster.
Im Elsass und in Lothringen wird er häufig mit Kümmel, Pellkartoffeln
und Weißwein, z.B. Gewurztraminer oder Grauburgunder, serviert.
Rinde vom Camembert: (weißer Edelschimmel)
die Rinde vom Camembert war ursprünglich bläulich. Seit 1910 wird er mit
Hilfe des Pilzes "Penecillium candidum", mit weißem Edelschimmel als Rinde
umgeben.
Maître fromager affineur
Maître fromager affineur ist die vollständige Bezeichnung. Der Zusatz Affineur
wird oft zu Gunsten der Landesbezeichnung weg gelassen, z.B. Maître
fromager de France. Ein Affineur ist ein Veredler. Er muß nicht zwingend ein
Maître fromager sein.
Der Maître fromager affineur (aus dem Französischen) ist ein Spezialist zur
Veredelung von Käse.
Aufgabe des Maître fromager affineur ist die Vollendung und Verfeinerung
des Käses. Er verfügt über tiefgehende Kenntnisse in der Herstellung, kennt
die unterschiedlichen Viehrassen und das besondere Klima der jeweiligen
Produktionsstandorte.
Die Veredelung durch Reifung und Pflege (eine sortenspezifische Behandlung
mit Wein, Spirituosen, Sud, Salzlake oder mit anderen Methoden) erfolgt im
eigenen Käsekeller oder Kühlraum. Hier erhält der Käse seinen letzten Schliff
und entfaltet das ihm zugrunde liegende, typische Aroma.
Die Bezeichnung Maître fromager affineur ist kein offizieller Titel, jedoch die
höchste Auszeichnung, die in der Gilde der Käser vergeben wird. Weltweit gibt
es weniger als einhundert Maître fromager. In Frankreich führten in Jahr 2004
nur sieben Personen den Titel eines Maître fromager affineur.
In Deutschland waren es fünf, und in der Schweiz gab es einen Maître
fromager.
Bio
Bio - mehr Rückenwind für nachhaltiges Wirtschaften
Wachstum könnte noch größer sein - ZMP für Markttransparenz unerlässlich
Berlin/Nürnberg 19.02.2009. "Auch in Krisenzeiten zeigt der Bio-Markt sein
Potenzial für weiteres Wachstum", so charakterisierte der Vorsitzende des
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein,
die Situation des Bio-Marktes auf der Pressekonferenz des Verbandes
anlässlich der BioFach, der Weltleitmesse der Branche. "Die Grundsätze und
Werte der fachhandelsorientierten Ökologischen Lebensmittelwirtschaft sind
ein Modell für nachhaltiges Wirtschaften: Gewinn nicht als Ziel, sondern als
Bedingung, um naturgerecht erzeugte, gesunde Lebensmittel anbieten zu
können; Finanzgeschäfte vor allem über Banken, die nur konkrete und
bekannte Projekte finanzieren und dies transparent machen; Ressourcen
werden als Grundlage für künftiges Wirtschaften erhalten, gemehrt oder
zumindest geschont", so Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. "In
der Krise suchen Verbraucher verstärkt nach Alternativen, mit denen sie selbst
Einfluss auf eine vernünftig gestaltete Wirtschaft nehmen können." Darin
sieht Gerber einen der Gründe für die Krisenfestigkeit der Branche. "Der
Verbraucher wirft insbesondere bei Lebensmitteln nicht einfach seine
Einstellung über Bord."
So wuchs der Öko-Markt 2008 weiterhin, trotz des schwierigen wirtschaftlichen
Umfeldes, um ca. 10% auf einen Umsatz von jetzt 5,8 Mrd. Euro. Einer der
Hauptgründe für das im Vergleich zum Vorjahr geringere Wachstum war die
Angebotsknappheit in der ersten Jahreshälfte. Nach dem darauf folgenden
Rückgang der Zuwachsraten im dritten Quartal legte der Bio-Markt im vierten
Quartal wieder kräftig zu. Die stark zunehmenden Gemüse- und Obstflächen
in Deutschland und der EU zeigen, dass das Angebot langsam auf die
Nachfrage reagiert. "Hier ist aber noch viel mehr Rückenwind notwendig", so
Löwenstein. "Ich fordere die Länder auf, bei den Umstellungsprämien die
neuen Rahmensätze des Bundes voll auszuschöpfen."
"Wenn wir unsere Stärken und Leistungen noch besser kommunizieren, dann
hat der Fachhandel noch erhebliche Potenziale. Wir stehen mitten in der
Entwicklung hin zu einer flächendeckenden Versorgung mit Bio-
Vollsortimentern", ist Andreas Ritter-Ratjen, Bio-Großhändler und
Vorstandsmitglied des BÖLW, überzeugt. Hans-Christoph Behr von der
Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) macht anhand von
Umsatzzahlen nach Verkaufsstätten aber deutlich, dass die Ansprüche der
Verbraucher gestiegen sind und sich am Markt nur behauptet, wer mit Know-
how, Überzeugung und professionellen Konzepten arbeitet.
"Markttransparenz ist eine unerlässliche Voraussetzung für stabile
Handelsbeziehungen und angemessene Preise. Diese Transparenz
herzustellen, ist Aufgabe des Staates. Daher muss die Bundesregierung jetzt
sehr schnell eine Lösung finden, wie die Marktforschung der ZMP weiter
finanziert werden kann", fordert Felix Löwenstein.
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)
Marienstr. 19-20
10117 Berlin
Salz - eine Plage auf vielen Tellern
Weitere Fakten erfahren Sie hier
Lassen Sie sich Ihr Leben nicht
versalzen
von Dr. Michael Spitzbart
Salz, so genanntes Natriumchlorid, ist mittlerweile ein billiges Gewürz
geworden. Das merken Sie nicht nur daran, dass Sie ein Päckchen heute für
knapp 60 Cent kaufen können. Auch wenn wir uns in der Lebensmittel-
Industrie umschauen, finden wir überall Salz. 15 Konservierungsmittel, über
30 Emulgatoren und sogar das einfache Backpulver - alle basieren auf
Natriumchlorid. In Ihrem Körper zerfällt dieses Kochsalz aus Ihrer Nahrung
dann in Natrium und Chlorid. Beide Mineralstoffe spielen eine sehr wichtige
Rolle für die Wasserversorgung des Körpers. Zudem sind sie entscheidend für
die Funktionen des Nervensystems, für Verdauung und den Aufbau der
Knochen.
Es kommt nicht nur auf das Salz in Ihrem
Körper an ...
So positive Wirkungen die richtige Menge Natrium in Ihrem Körper auch auf
Nerven und Knochen haben mag - allein kann dieser Vitalstoff das nicht
schaffen. Natrium kann nur tätig werden, wenn in Ihrem Körper sein
Gegenspieler, das Kalium, vorhanden ist. Kalium ist von Natur aus in Ihren
Zellen vorhanden und reguliert hier den Wasserhaushalt. Nehmen Sie zu viel
Natrium zu sich, stören Sie nicht nur das sensible Gleichgewicht zwischen
Natrium und Kalium. Sie bekommen durch das übermäßig aufgenommene
Natrium Durst, trinken mehr und scheiden mit Ihrem vermehrten Urin dann
auch Mineralstoffe, darunter zu viel Kalium, aus.
Zu viel Salz - und Ihr Herz ist in Gefahr
Dieser Kaliumverlust bleibt nicht ohne Folgen. Denn Sie brauchen den
Mineralstoff nicht nur für den Zellhaushalt, er ist auch wichtig für die
Weiterleitung von Nervenreizen im Herzmuskel oder für einen niedrigen
Blutdruck.
Zu viel Salz und die damit verbundene Kaliumausscheidung führen in Ihrem
Körper letztendlich zu
- Schleimhautaustrocknung und damit Infektanfälligkeit,
- stark schwankendem Gewicht,
- Müdigkeit,
- Muskelschwäche,
- geringer Ausdauer,
- Ödemen im Gewebe,
- hohem Blutdruck,
- Unruhe,
- Schwindel,
- Herzrhythmusstörungen,
- Herzrasen und
- hohem Puls.
Schon im Restaurant droht Ihnen die
Versalzung"
In der Regel nehmen wir heute dreimal so viel Natrium wie Kalium zu uns.
Dieses Risiko einer Versalzung gehen Sie nicht nur dann ein, wenn Sie Ihre
Gerichte zu Hause ständig und reichlich nachsalzen. Schon wenn Sie außer
Haus essen gehen, laufen Sie Gefahr, dass Ihre Natrium-Kalium-Balance
empfindlich aus dem Gleichgewicht gerät. Es hat sich durchgesetzt, dass in
Restaurants das Essen großzügig gesalzen wird. Das Natrium aus dem Salz
bindet das Wasser in den Zellen - Sie bekommen Durst und bestellen noch
mehr zu trinken. Erdnüsse und Salzstangen auf Tischen in Bars und Bistros
dienen ebenfalls nur dazu, Ihnen Durst zu machen und so mehr Getränke zu
verkaufen.
Erstaunlich nur, dass Sie nach einem solchen Abend, an dem Sie reichlich
getrunken haben, kaum auf die Toilette müssen. 8 Gramm Salz sind in der
Lage, in Ihrem Körper einen Liter Wasser zu binden. So lagern Sie durch
salzhaltiges Essen Wasser ein - und nehmen zu.
Salzverlust - das Geheimnis der Turbo-
Diäten"
So lassen sich dann auch die Erfolge all der Super-Blitz-Frühjahrs-Diäten"
erklären, die Ihnen spätestens nächsten Monat wieder von allen Zeitschriften-
Titelblättern entgegenlachen werden. Bis zu 5 Kilo pro Woche sollen Sie hier
abnehmen können. Natürlich handelt es sich dabei niemals um Fett, sondern
um Wasser. Bei einer solchen Diät stehen viel Obst und Gemüse auf dem
Plan. Dadurch füllen Sie Ihre Kaliumspeicher auf, die Kalium-Natrium-Pumpe
funktioniert wieder richtig. Eventuell gebundenes Wasser in Ihren Zellen wird
dabei mit dem überflüssigen Natrium ausgeschieden. Schon sind einige Kilos
runter.
Das ist auch der Grund dafür, weshalb Sie bei solchen Diäten dazu
aufgefordert werden, auf Käse, Brot oder Wurst zu verzichten. Diese
Lebensmittel sind salzhaltig, binden also wieder Wasser und würden Ihren
Diäterfolg" gefährden. Dieser hält aber nur so lange an, bis Sie wieder
normal, also salzhaltig, essen.
So ernähren Sie sich natriumarm
80 % des Salzes, das Sie jeden Tag zu sich nehmen, steckt in Industrie-
Nahrung. Sie vermeiden also eine Übersalzung Ihres Körpers, wenn Sie schon
im Supermarkt darauf achten, möglichst natürliche Lebensmittel einzukaufen.
Denn diese enthalten viel mehr Kalium als Natrium. So enthält zum Beispiel
eine Banane rund 440- mal so viel Kalium wie Natrium.
Stevia-Verbot
http://unsdiewelt.com/2008/04/wegen-monsanto-verboten-fur-
coca-cola-erlaubt/#more-27
29. April 2008 | Von Klaus Werner-Lobo | Kategorie: Marken
Wenn ich meinen Kaffee süße, mache ich jeden Tag etwas Illegales. Ich
verwende dafür nämlich ein Pulver, das ich illegal aus Brasilien importiert
habe, weil dessen Verwendung in der EU als Lebensmittelzusatz verboten ist:
Stevia. Der aus einer Pflanze gewonnene Süßstoff wird von indigenen Völkern
seit Jahrhunderten verwendet: er ist 30mal süßer als Zucker, macht nicht dick,
provoziert keine Karies und ist auch für DiabetikerInnen verträglich. Warum
er dennoch verboten ist? Weil der US-Konzern Monsanto darin Konkurrenz für
seinen - mutmaßlich sehr gesundheitsschädlichen - Süßstoff Aspartam witterte
und die amerikanische Lebensmittelbehörde FDA mit einer zweifelhaften
Studie überzeugen konnte, das Mittel zu verbieten. Obwohl die Ergebnisse
der Studie längst widerlegt sind, übernahm auch die Europäische Union das
Stevia-Verbot - vermutlich auch auf Druck der hiesigen Zuckerrübenindustrie.
Nun berichtet Telepolis, dass das Stevia-Verbot aufgehoben werden soll. Nein,
nicht für uns KonsumentInnen oder zum Wohle brasilianischer Kleinbauern.
Sondern lediglich für den Konzern Coca-Cola: "Während Stevia selbst nicht
patentierbar und damit nur sehr bedingt zur Erzielung von Monopolrenditen
geeignet ist, wurde im letzten Jahr bekannt, dass Coca Cola und Cargill
insgesamt 24 Patentanträge für "Rebiana" stellten - einem chemisch
veränderten und damit "schützbaren" Süßstoff auf Stevia-Grundlage. Den
Plänen des Getränkekonzerns zufolge soll Rebiana 2009 sowohl in den USA
als auch in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen werden."
Ausrottung der Menschheit durch "Codex Alimentarius"!?
Vielen Dank für Ihre Anfrage betreffend den Codex Alimentarius.
Der Codex Alimentarius ist eine gemeinsame Einrichtung der
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten
Nationen (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ziel
ist es, auf globaler Ebene die Gesundheit der Verbraucher zu
schützen, den internationalen Handel mit Lebensmitteln fair zu
gestalten, und die Lebensmittelvorschriften weltweit zu
koordinieren. Zu diesem Zweck entwickeln inzwischen über 170
Codex-Mitgliedstaaten und eine Mitgliedsorganisation (die
Europäische Gemeinschaft) unter Beteiligung von derzeit 161
Beobachterstatus genießenden Nicht-Regierungsorganisationen in
der Codex-Alimentarius-Kommission bzw. ihren Fachgremien
international abgestimmte Standards und Leitsätze, die als
Orientierung für den internationalen Lebensmittelhandel und
nationale Rechtsvorschriften dienen und damit
Empfehlungscharakter haben. Von Bedeutung ist, dass die
Normen des Codex Alimentarius Referenznormen im Rahmen der
Welthandelsorganisation (WTO) darstellen und von dieser u.a. bei
Streitbeilegungsverfahren in Handelskonflikten herangezogen
werden. Deutschland gehört zu den Gründungsmitgliedern des
Codex Alimentarius und arbeitet intensiv in den verschiedenen
Gremien mit.
Die in dem von Ihnen in Bezug genommenen Artikel beschriebenen
Behauptungen über den Codex Alimentarius kann ich weder
nachvollziehen noch im Einzelnen kommentieren. Demgegenüber
weise ich ich Sie auf folgende Fakten hin.
Die Sitzungen der Codex Alimentarius Kommission und ihrer
Fachgremien sind öffentlich. An den Beratungen der Komitees und
der Codex-Alimentarius-Kommission können grundsätzlich auch
Nichtregierungsorganisationen als Delegationsmitglieder
teilnehmen. Dies erfolgt, um die Transparenz der Arbeiten und die
Einbringung berechtigter Interessen zu gewährleisten.
Ich möchte an dieser Stelle Ihre Aufmerksamkeit auf die den Codex
Alimentarius betreffenden Informationsseiten im Internetangebot
des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz lenken
( http://www.bmelv.de/nn_753994/DE/02-
Verbraucherschutz/Lebensmittelsicherheit/CodexAlimentarius/__
CodexAlimentarius__node.html__nnn=true ), welche auch Links
mit weiterführenden Hinweisen und Fundstellen zum Thema
enthalten. Gleiches gilt etwa für die einschlägige Internet-Seite
der Schweiz als amtierender Koordinator für die Region Europa
(www.codexeurope.ch). Über die offizielle Internetseite des
Codex Sekretariats ( www.codexalimentarius.net ) haben Sie im
Übrigen Zugriff auf alle Regelungen des Codex Alimentarius
(http://www.codexalimentarius.net/web/standard_list.do?
lang=en ) sowie sämtliche Berichte über die aktuellen und
bisherigen Tätigkeiten in den Codex Gremien
( http://www.codexalimentarius.net/web/archives.jsp?lang=en ).
Schließlich finden Sie sämtliche als Grundlage für die Sitzungen
der Codex Gremien dienende Arbeitsdokumente auf dem
Internetserver der FAO ( ftp://ftp.fao.org/codex/ ).
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag
Michael Hauck
___________________________________________________
Michael Hauck
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz (BMELV)
Federal Ministry of Food, Agriculture
and Consumer Protection
- Referat 311 Berlin -
Mauerstrasse 29-32
D-10117 Berlin
Süßstoff Aspartam und seine Nebenwirkungen
Aspartam ist eine der gefährlichsten Substanzen, die jemals als Nahrungsmittel auf die Menschheit losgelassen worden ist. Bis Mitte der 70-er Jahre stand es auf einer Liste der CIA als potentielles Mittel der biologischen Kriegsführung.
Aspartam, auch bekannt als Nutra-Sweet, Equal, Spoonfull, Canderel, Sanecta oder einfach E951 ist ein so genannter Zuckerersatzstoff (E950-999). Die chemische Bezeichnung lautet "L-Aspartyl-L-Phenylalaninmethylester". Aspartam besitzt die 200-fache Süßkraft von Zucker und hat 4 kcal/g (16,8 kJ/g). Nicht nur bei Diabetikern, sondern auch bei Körperbewußten beliebt wegen seines im Vergleich zu Saccharin oder Cyclamat sehr natürlichen "Zucker"- Geschmacks ist Aspartam in mehr als 90 Ländern (seit das Patent der Firma "Monsanto" bzw. der Tochterfirma "Kelco" ausgelaufen ist) weltweit in mehr als 9000 Produkten enthalten. L-Asparagin-säure und L-Phenylalanin. Beide Aminosäuren werden mittels Mikroorganismen hergestellt; die amerikanische Firma G.D. Searle & Co., Tochterfirma des Chemiegiganten Monsanto, soll ein Verfahren entwickelt haben, um Phenylalanin durch genmanipulierte Bakterien preisgünstiger produzieren zu lassen. Auch die Hoechst AG besitzt angeblich Patente dafür (Quelle: G. Spelsberg, Essen aus dem Genlabor, Verlag Die Werkstatt, 1993).
Würden Sie freiwillig ein Glas Methanol oder Formalin trinken? Wahrscheinlich nicht, weil es zum sofortigen Tod führen würde! Kaugummi ohne Zucker? Geben Sie ihren Kindern wegen der Epilepsie, Parkinsonsche Krankheit, Alzheimer, Stimmungswechsel, Hautwucherungen, Blindheit, Hirntumore, Umnachtung und Depressionen oder beschädigen das Kurzzeitgedächtnis oder die Intelligenz. Aspartam verursacht das und noch ca. 90 weitere, durch Langzeituntersuchungen bestätigte Symptome. Sie glauben es nicht?
Nebenwirkungen von Aspartam der amerikanischen Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente: http://gedankenfrei.wordpress.com/2008/08/2/7/aspartam Dazu auch: uber-das-suse-aspartam.html aspartam.html http://kinder-alarm.blogspot.com/2008/07/krankmacher-im-essen.html http://home.arcor.de/die.solinger/aspartam.html
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Wenn wir klug sind, hören wir auf, Fertigprodukte zu konsumieren und kochen unsere Mahlzeiten selber, dann wissen wir wenigstens, was drin ist (einer der wesentlichen Grundsätze der Euro-Toques Sterne-Köchinnen/Köche/Maîtres und Euro-Toques zertifizierten Sterne-Restaurants).






